Corona - Wirtschaft, Steuern, Informationen

Nachfolgend haben wir für Sie als Arbeitgeber und Unternehmer ein paar wichtige wirtschaftliche und steuerliche Informationen zum Thema Corona dargestellt.

 

 

KfW-Schnellkredite für den Mittelstand

Informationen des Bundesfinanzministeriums vom 6. April 2020:

Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein.

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.

  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 % des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.

  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.

  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.

  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.

  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

     

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

 

Soforthilfeprogramm der Investitionsbank Schleswig-Holstein - Antragsverfahren geändert

Informationen der Investitionsbank S-H vom 6. April 2020

"Klarstellung  zum Kreis der antragsberechtigten Unternehmen (Auszug aus den aktualisierten FAQ):

 

-  Ein  Unternehmen,  das in unterschiedlichen Geschäftsfeldern aktiv ist – bspw. ein Bäcker-/ Konditorbetrieb, der auch eine Gaststätte im Sinne des §1   Gaststättengesetzes   betreibt   –   kann   derzeit   aus   dem   IB.SH Mittelstandssicherungsfonds  Förderdarlehen nur erhalten, wenn es mit einer der   oben   genannten,   unter   dem   IB.SH   Mittelstandssicherungsfonds förderfähigen  Geschäftstätigkeit  mindestens  50  %  seines Gesamtumsatzes erzielt.

Gewerbliche Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern und vergleichbaren Angeboten, welche zu touristischen Zwecken beherbergen (ein Gewerbeschein muss dem Kunden vorliegen) sind antragsberechtigt.

Anpassung  des  Antrags  in Hinblick auf die Erklärung der Hausbank (Auszug aus dem aktualisierten Antrag):

 

1. Die  Erklärung  der  Hausbank  unter  Nr.  IV  Absatz 2 wurde wie folgt geändert:

"Der Kunde wies am 31.12.2019 ein einwandfreies Kontoverhalten und geordnete wirtschaftliche Verhältnisse auf. Wir haben keine Kenntnis von ungeregelten Zahlungsrückständen des Darlehensnehmers in dem Zeitraum vom 31.12.2019 bis zum Beginn der Corona-Krise (Stichtag 29.02.2020). Es bestanden in diesem Zeitraum ebenfalls keine Stundungsvereinbarungen oder Covenantbrüche und wir sehen nach Überwindung der Corona-Krise eine Perspektive für den nachhaltigen Bestand des antragstellenden Unternehmens."

Sofern  Sie  auf  Basis  des  „alten“  Antragsvordrucks  bereits Anträge in Vorbereitung   haben,   können  diese  weiterhin  verwendet  werden.  Bitte erläutern  Sie  ggf.  im Freitextfeld des „alten“ Antragsvordrucks kurz, ob Sie abweichend von der „alten" Hausbankbestätigung (z.B. Bearbeitung in der Intensivbetreuung  oder Problemkreditbetreuung) von den Erleichterungen der „neuen“  Hausbankenbestätigung  Gebrauch  machen  möchten. Bitte nutzen Sie jedoch schnellst möglich den neuen Antragsvordruck.

 

2. Wir  haben  aus gegebenem Anlass die Formulierung im Antrag in Hinblick auf   die  Definition  von  Unternehmensverbünden  nach  der  einschlägigen De-minimis-Verordnung  bei den Bestätigungen des Darlehensnehmers unter Nr. III.  hinzugefügt.  "Mir/uns  ist bekannt, dass im Rahmen der Gewährung von De-minimis-Beihilfen  nicht nur das einzelne antragstellende Unternehmen zu betrachten ist, sondern auch ein ggf. bestehender Unternehmensverbund. Dies habe ich/haben wir im Rahmen der Antragstellung beachtet". Bitte achten Sie auch   darauf,  dass   Unternehmensverbünde  im  Sinne  des  Beihilferechts (näheres  ist  der  De-minimis-Erklärung  zu entnehmen) möglichst nur einen Antrag   stellen.   Ansonsten   besteht   die   Gefahr  der  Gewährung  von rechtswidrigen Beihilfen.

 

Wünsche der IB.SH zum E-Mail Versand: Sie würden der IB.SH die Bearbeitung der Anträge erleichtern, wenn Sie Ihre E-Mails an die IB.SH (inkl. Antrag, De-minimis-Erklärung, Legitimationsunterlagen) im Betreff mit dem Namen des Antragstellers bzw. seines Unternehmens versehen könnten.

 

Zusage- und Ablehnungsprozess: Die IB.SH schickt Ihnen und dem antragstellenden Unternehmen eine E-Mail und benachrichtigen Sie über eine Zusage oder Ablehnung. In der Zusage- E-Mail werden wir Sie zukünftig auch auf die angekündigte Stichprobenprüfung hinweisen."

 

 

Informationen der Investitionsbank S-H vom 2. April 2020

 

"Die IB.SH hat ihr Antragsverfahren umgestellt!
Antragsteller müssen jetzt auf www.ib-sh.de/antragsupload gehen und dort Ihren Antrag elektronisch via upload bei der IB.SH einreichen. Anträge können seit 10:50 Uhr nicht mehr per Mail gestellt werden!
Informationen zum Programm, FAQ, eine Anleitung für das neue Verfahren und das neue Antragsformular finden Sie im Downloadbereich unten auf der Seite:" https://www.ib-sh.de/produkt/corona-soforthilfe-programm/

 

 

Weiterhin informiert der Steuerberaterverband:

"Die IB.SH bietet auch im April weitere Webinare an:

 „Überblick für Unternehmen in der Corona- Pandemie“
mit der Referentin Susann Dreßler von der IB.SH

Inhalt: Die Maßnahmen, die derzeit von Bund und Ländern auf den Weg geschickt werden sind vielfältig, und für manch ein/e Unternehmer/in mag es in der derzeitigen Situation schwer sein, den Überblick zu behalten. Neben Maßnahmen zur Liquiditätsschonung wie Kurzarbeitergeld, Kreditstundungen oder Steuererleichterungen sind Sofortzuschüsse oder verschiedene Darlehen geplant, um die deutsche Wirtschaft zu unterstützen.
Frau Susann Dreßler, Leiterin IB.SH Förderlotsen, wird Ihnen in einem ca. einstündigen Webinar einen Überblick über die aktuelle Förder-Situation geben und die derzeitig verfügbaren Unterstützungsleistungen vorstellen. Für Fragen stehen wir an diesem Termin gerne zur Verfügung."

Ihr Anmeldelink: https://zoom.us/webinar/register/WN_ga8p6HIWQKWYuURodE0hjw

 

 

 

Insolvenzantragspflicht in Zeiten des Coronavirus

Bundestag und Bundesrat haben am Freitag, den 27. März 2020 ein Gesetz verabschiedet, dass die Insolvenzantragspflicht des gesetzlichen Vertreters bis zum 30.09.2020 aussetzt. Sollten Sie in eine wirtschaftliche Schieflage mit Insolvenztatbestand kommen, sollten Sie in jedem Fall rechtlichen Rat einholen. Auch ohne eine Insovenzantragspflicht kann sich für Sie als gesetzlicher Vertreter eine persönliche Haftung ergeben. Evtl. hat ein Insolvenzverfahren mit Eigenverwaltung auch in der aktuellen Situation Vorteile.

 

Informationen vom Institut der Wirtschaftsprüfer vom 19.03.2020

 

"Das IDW begrüßt sehr, dass das Bundesministerium der Justiz eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vorbereitet und Hilfskredite in Aussicht stellt. Die Einschätzung, ob ein Unternehmen die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt, braucht einfache und handhabbare Beurteilungskriterien.

Zur Zeit können Wirtschaftsprüfer die Fortführungsfähigkeit von vielen Unternehmen nicht positiv bestätigen, weil die Krise in den Unternehmen eine ansonsten zu erwartende Fortführung zerstört.

Das IDW bietet dem BMJV einen Dialog über die Kriterien für das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht und das Gewähren von Hilfskrediten an."

 

Das Schreiben des IDW an das BMJV in abrufbar unter:

https://www.idw.de/blob/122750/57f12197263060f933ca89d5879dd6db/down-bmjv-insolvenzantragspflicht-data.pdf

 

 

Info: Bundesfinanzministerium u. Bundeswirtschaftsministerium

Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium haben am 23. März eine Zusammenfassung der Fördermaßnahmen auf ihrer Homepage bereitgestellt. Die Erläuterungen werden ständig aktualisiert und sind unter diesem Link abrufbar:

https://www.stbvsh.de/static/content/e3/e23645/e124828/e132561/downloads1/download/ger/Kurzfakten%20zu%20Corona%20Soforthilfen%20aktualisiert.pdf?checksum=d959707115a993a1c7df88fb5dae7d2c4639d0ff

 

 

Kinderzuschlag - Neu ab 1. April 2020

Informationen der Deutschen Steuerberaterkammer vom 1. April 2020

"Der Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen als Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld.

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise den Kinderzuschlag (KiZ) vorübergehend zum Notfall-KiZ ausgeweitet. Mit der Ausweitung soll insbesondere Familien geholfen werden, die kurzfristig ein geringeres Einkommen haben und deswegen Unterstützung benötigen. Mit dem Notfall-KiZ werden auch Selbständige oder Eltern erreicht, die noch keine zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld haben.

Die Berechnungsgrundlage für den KiZ war bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate. Für den Notfall-KiZ wird nun der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nur noch das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachweisen. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Außerdem wird beim KiZ in diesen Fällen das Vermögen nicht geprüft. Es reicht in der Regel aus, wenn die antragstellende Person erklärt, dass kein erhebliches Vermögen vorhanden ist.

Die Antragstellung ist ab dem 1. April 2020 möglich."

Quelle und weitere Informationen: https://www.bmfsfj.de/kiz

Die Beantragung des Notfall-KiZ ist online möglich:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/start

 

 

Coronavirus - Informationen für Unternehmen

Informationen vom BDA - Bundesvereinigung für Arbeitgeber von Anfang März 2020
 
"Corona stellt alle vor gewaltige Herausforderungen. Betroffen ist in besonderer Weise das Arbeitsleben. Die BDA hat für den Umgang mit Corona schon im Januar 2020 einen Leitfaden entwickelt und stellt auf dieser Seite alle wichtige Informationen zur Verfügung." https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/id/de_corona
 
Der aktuelle Leitfaden des BDA sollte mit diesem Link abrufbar sein:

 

 

Kurzarbeitergeld - Besondere Regelungen durch Corona -

Zur Reduzierung Ihrer monatlichen Kosten ist das Kurzarbeitergeld eine sehr wichtige finanzielle Unterstützung für Sie. Die betriebliche Auslastung kann auf den unternehmenindividuellen Bedarf angepasst werden und für die Unterauslastung gibt es eine finanzielle Unterstützung für die Mitarbeiter aus der Arbeitslosenversicherung.

 

Informationen zum Kurzarbeitergeld erhalten Sie vor allem direkt über die Arbeitsagentur für Arbeit.

 

Folgende Links sind sehr hilfreich:

https://www.arbeitsagentur.de/datei/Merkblatt-8b-Kurzarbeitergeld_ba015388.pdf

https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

 

Bevor das Kurzarbeitergeld beantragt werden kann, sind eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen. Insbesondere sind die Arbeitszeitkonten zunächst vollständig zurückzufahren. Negative Arbeitszeitkonten müssen nicht entstehen. Das Auftragsvolumen muss um mehr als 10 % insgesamt zurückegangen sein. Sofern keine tarifvertragliche Vereinbarung besteht, ist eine Vorankündigung gegenüber den Mitarbeitern erforderlich und anschließend sollte eine kurze schriftliche Vereinbarung getroffen werden, dass der Mitarbeiter mit der Kurzarbeit einverstanden ist.

 

Durch die Kurzarbeit fallen beim Arbeitgeber nur noch geringe

 

Kosten für die Zeiten der Nichtauslastung der Mitarbeiter an. Die Arbeitsagentur für Arbeit übernimmt auch  die Sozialversicherungsanteile des Arbeitgebers in dieser besonderen Corona Situation.

Der Arbeitnehmer erhält in der Regel eine Nettovergütung von 60 % seiner bisherigen Nettoauszahlung, bei Familien erhöht sich der Betrag auf ca. 67 %.

 

Der Arbeitsgeber muss das Kurzarbeitergeld zunächst auszahlen und erhält es anschließend vom der Arbeitsagentur zurück. Es ist ggf. eine Zwischenfinanzierung über die Hausbank zu vereinbaren.

 

Um den Nachweis der produktiven und nicht produktiven Arbeitszeit zu führen, muss jeder Mitarbeiter seine Arbeitszeit dokumentieren. Die in vielen Unternehmen eingeführte Vertrauensarbeitszeit muss während der Kurzarbeiterzeit aufgehoben werden. Die Nachweise der Arbeitszeiten sind nachträglich bei der Arbeitsagentur einzureichen.

 

Unternehmerhotline der Bundesagentur erreichen Sie unter 0800 45555-20.

 

 

Infektionsschutzgesetz - Quarantäne durch Corona -

 

Informationen von Service Hessen:

https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7007.htm

 

 

Entschädigung nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)

 

Information der Landesregierung Schleswig-Holstein vom 25. März 2020

"Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, erhält grundsätzlich eine Entschädigung in Geld. Das beinhaltet auch die Entschädigung bei Arbeitsausfall wegen vom Gesundheitsamt angeordneter Isolation ("häusliche Quarantäne").

 

Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein auf Antrag gewährt.

 

Die Anträge nach § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Beendigung des Tätigkeitsverbots oder der Isolation beim

  • Landesamt für soziale Dienste
    Schleswig-Holstein
    Steinmetzstraße 1-11
    24534 Neumünster

zu stellen. Der Link zum Antrag in Schleswig-Holstein:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LASD/Aufgaben/Infektionsschutzgesetz/Infektionsschutzgesetz.html;jsessionid=13037F0EF5934F5F69EDC6BB8AA7EFBB.delivery2-replication

 

 

 

Mietverträge - Immobilien - Stundung - Mietreduzierung - Kredite

Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Vermieter über das Thema Mietzinsstundung oder Reduzierung der Miete für eine Übergangszeit. Der Vermieter wird regelmäßig Verständnis für die aktuelle Situation zeigen. Durch die Coronapandemie wird auch Ihr Vermieter in den nächsten Wochen keinen Ersatzmieter bekommen. Vereinbaren Sie schriftlich eine Reduzierung der Miete, um finanzielle Entlastung zu erhalten. Alternativ sollte eine Stundung der Miete in Betracht gezogen werden.

 

Bundestag und Bundesrat haben am 27. März 2020 gesetzlich geregelt, dass eine Mietstundung für die Miete der nächsten Monate zulässig ist. Der Vermieter hat das Recht erhalten, gegenüber seiner Bank und Sparkasse, Zinszahlungen und Tilgungen für die nächsten Monate auszusetzen.

 

 

Stundung Sozialversicherungsbeiträge - Monate März bis Juni 2020

Informationen vom 25. März 2020

"Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen kündigt in seinem Rundschreiben die erleichterte Stundungsmöglichkeit von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Einzugsstellen (= gesetzliche Krankenkassen) an. Von der Corona-Krise Betroffene sollen so unterstützt werden. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge zunächst für die Monate März bis Mai 2020 gestundet werden. Stundungen sind längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren.

Achtung: Voraussetzung für den erleichterten Stundungszugang ist nach wie vor, dass die sofortige Einziehung der Beiträge ohne die Stundung trotz vorrangiger Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld, Fördermitteln und/oder Krediten mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre."

 

Zum Antragsformular geht es hier:

https://www.stbvsh.de/content/inhalte/aktuelles/aktuelles_aus_dem_verband/m%C3%B6glichkeit_der_stundung_von_sozialversicherungsbeitr%C3%A4gen_achtung_fristablauf_am_heutigen_tag_/

 

Stundung Steuervorauszahlungen / Herabsetzungsanträge Steuern

 

Die Finanzverwaltung gewährt derzeit relativ unbürokratisch Steuerstundungen für Steuerzahlungen. Die Steuerstundungen betreffen dabei insbesondere die Ertragsteuern. Bei der Lohnsteuer wird derzeit keine Steuerstundung gewährt. Bei der Umsatzsteuer wird eine Stundung gewährt, wenn die Besteuerung nach vereinbarten Entgelten erfolgt.

 

Sollte absehbar sein, dass sich die wirtschaftliche Situation im Jahr 2020 nicht mehr verbessert, kann eine Herabsetzung der Steuervorauszahlungen für die Ertragsteuern sinnvoll sein. Das betrifft die Körperschaftsteuer, Einkommensteuer und Gewerbesteuer. Evtl. kann es sinnvoll sein, eine Ersattung der Vorauszahlungen für das Vorjahr bei der Körperschaftsteuer zu beantragen, wenn sicher ist, dass im Jahr 2020 ein erheblicher Verlust entstehen wird. In diesem Fall kann ein Verlustrücktrag in das Jahr 2019 eine Erstattung der Vorauszahlungen begründen.

 

Bitte teilen Sie Ihrem Steuerberater frühzeitig mit, wenn ein Herabsetzungsantrag aufgrund der Corona - Situation gestellt werden soll.

 

 

Erlass Grundsteuer  - Ferienimmobilien -

Sofern Ihre Ferienimmobilie längerfristig für die Vermietung aus gesetzlichen Gründen nicht zur Verfügung steht, können Sie einen Antrag auf Herabsetzung / Erlass der Grundsteuer gem. § 33 Grundsteuergesetz stellen.

 

 

Fristverlängerung - Abgabe Steuererklärungen 2018 - S-H

Informationen vom 5. April 2020

Das Finanzministerium Schleswig-Holstein hat den Steuerberaterverband Schleswig-Holstein informiert, dass die Finanzämter in Schleswig-Holstein angehalten sind, Fristverlängerungsanträgen von Angehörigen der steuerberatenden Berufe, [für die Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2018] ggf. rückwirkend bis zum 31.05.2020 zu entsprechen. Auf eine gesonderte Prüfung des Verschuldens an der Fristversäumnis wird ausnahmsweise verzichtet. Verspätungszuschläge, die im Rahmen der Ermessensentscheidung evtl. trotz der Fristverlängerung festgesetzt werden sollten, sollen auf Antrag erlassen werden.

 

Sonderzahlungen bis 1.500 € steuer- und sozialversicherungsfrei

Informationen vom 3. April 2020 vom Finanzministerium:  

"Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt."

 

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/04/2020-04-03-GPM-Bonuszahlungen.html?cms_pk_kwd=03.04.2020_Sonderzahlungen+jetzt+steuerfrei&cms_pk_campaign=Newsletter-03.04.2020

 

Spenden - Keine Umsatzsteuer für Schutzausrüstung / Arbeitnehmerüberlassung

Information der deutschen Presseagentur vom 3.4.2020 (keine Prüfung unsererseits)

 

"Unternehmen, die in der Corona-Krise Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime spenden, müssen darauf keine Umsatzsteuer mehr zahlen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag erfuhr, haben Bund und Länder beschlossen, dieses vorbildliche Engagement unbürokratisch zu unterstützen. Die Sonderregelung soll ab sofort und bis Jahresende gelten. „Wir unterstützen all jene, die sich solidarisch gegen diese Krise stemmen“, erklärte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). „Ich baue darauf, dass die Spendenbereitschaft der Unternehmen jetzt noch weiter zunimmt.“

Die Umsatzsteuer-Befreiung gilt auch, wenn Unternehmen unentgeltlich Personal für medizinische Zwecke stellen. Auch Sachspenden von medizinischer Ausrüstung an Rettungs- und Sozialdienste, Altersheime sowie Polizei und Feuerwehr sind abgedeckt. Normalerweise müssen Unternehmen für Sachspenden dann Umsatzsteuer zahlen, wenn sie zum Vorsteuerabzug berechtigen."

 

Muster Arbeitgeberbestätigung - Ausgangssperre -

 

Der Steuerberaterverband Schleswig-Holstein hat am 20.03.2020 folgendes Muster für eine Arbeitgeberstätigung für eine pandemiebedingte Ausgangssperren herausgegeben. Weitere Informationen entnehmen Sie der Homepage des Steuerberaterverbands zum Thema Corona.

Link:

https://www.stbvsh.de/content/inhalte/aktuelles/aktuelles_aus_dem_verband/muster_arbeitgeberbest%C3%A4tigung/

 

"Muster Arbeitgeberbestätigung

Arbeitgeberbestätigung für pandemiebedingte Ausgangssperren

Es wurden bereits in einzelnen Orten erste Ausgangssperren zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus angeordnet. Bisher ist für alle Arbeitnehmer eine Ausnahme für den Hin- und Rückweg zur jeweiligen Arbeitsstätte vorgesehen, wenn er eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen kann. Auf dieser Basis stellen wir Ihnen das nachfolgende Muster für eine Arbeitgeberbestätigung zur Verfügung. Sollten die Ausgangssperren verschärft werden und nicht mehr alle Tätigkeiten von Ausnahmen umfasst sein, werden wir Ihnen ein aktualisiertes Muster zur Verfügung stellen.

 

Hiermit bestätigen wir, dass [Vorname / Name / Genaue Anschrift] bei uns als Arbeitnehmer beschäftigt ist.

"

Im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit ist die Anwesenheit im Betrieb [Genaue Anschrift] erforderlich.

Daneben ist ggf. auch die Anwesenheit an folgenden auswärtigen Arbeitsstellen erforderlich:

  • [Bezeichnung / Genaue Anschrift]

 

Optional:

Im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit ist er regelmäßig an verschiedenen Orten in [Bereich konkretisieren, Landkreis, Bezirk o. ä.] unterwegs. Dies hat folgende Gründe: [hier bitte konkret erläutern, warum der Arbeitnehmer regelmäßig unterwegs und an verschiedenen Orten tätig ist.]

 

Zu Form und Unterzeichnung der Bescheinigung gibt es (derzeit) keine Vorgaben. Aus unserer Sicht dürfte auch ein elektronisch übermitteltes Exemplar ausreichen, dass sich der Mitarbeiter ausdruckt. Der Aussteller muss erkennbar sein, es dürfte aber aus Praktikabilitätsgründen der Hinweis „gez.“ mit Nennung von Namen und Vornamen ausreichen. Eine Originalunterschrift halten wir für nicht erforderlich."

 

 

Versicherungen - Betriebsunterbrechung - Betriebsschließung -

 

Ob eine Betriebsunterbrechungsversicherung, eine Betriebsschließungsversicherung oder andere Art von Versicherung aufgrund der Coronapandemie verpflichtet ist, den betriebswirtschaftlichen Schaden Ihres Unternehmens zu tragen, sollten Sie mit Ihrem Versicherungsmakler besprechen.

 

 

Änderungen Gesellsnchaftsrecht für AG, GmbH, Vereine, Stiftungen

Am 27. März 2020 hat der Gesetzgeber im Eilverfahren gesellschaftsrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten für die Abhaltung von Gesellschafterversammlungen und Hauptversammlungen beschlossen. Gleichzeitig wurden Neuregelungen für die Bestellung von Vorstände in den Rechtsformen AG, GmbH, Vereine und Stiftungen geschaffen. Zusätzliche Neuregelungen gab es im Wohnungseigentümerrecht und im Umwandlungsrecht. 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Gesellschaftsrecht/Corona_Handlungsfaehigkeit_node.html;jsessionid=B62FE002CDF40FB50BF172A6D462A59C.1_cid324

 

 

Fachlicher Hinweis zu Auswirkungen auf Rechnungslegung und Prüfung

vom 4. März 2020 vom Institut der Wirtschaftsprüfer:

 

"Das IDW hat einen fachlichen Hinweis veröffentlicht, der sich damit befasst, welche Folgen das Virus auf die Rechnungslegung (HGB/IFRS) zum Stichtag 31.12.2019 und die Prüfung der Abschlüsse und Lageberichte der betroffenen Unternehmen bzw. Konzerne hat. Da die weitere Entwicklung im Detail nicht abzusehen ist, ist eine ständige Überprüfung der vorhandenen Informationen sowie ihrer möglichen Auswirkungen durch die für die Aufstellung von Abschluss und Lagebericht zuständigen Unternehmensorgane sowie durch deren Abschlussprüfer erforderlich."

 

Abruf der weiteren Informationen vom IDW:

https://www.idw.de/blob/122498/31bce74e5b1413b91f74c9de1ea64383/down-corona-fachlicher-hinweis-idw-dok1-data.pdf

 

Das Institut der Wirtschaftsprüfer hat am 25. März 2020 einen zweiten Hinweis zu den Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Prüfung durch die Corona-Krise veröffentlicht.

Abruf der Information vom IDW über den nachfolgenden Link:

https://www.idw.de/blob/122878/ac5e8bd6bfd88081cfdd9398ceb04032/down-corona-fachlicher-hinweis-dok2-data.pdf

 

 

Inanspruchnahme von betriebswirtschaftlicher Beratung in der Krise - Förderung erhöht -

Informationen vom BAFA vom 4. April 2020:

Für die Inanspruchnahme von betriebswirtschaftlicher Beratung kann eine Förderung bei der BAFA beantragt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro (bisher 3.600 €)  ohne Eigenanteil (bisher 10 %). Die Förderung wird direkt an das Beratungsunternehmen ausgezahlt.

Weitere Informationen erhalten Sie mit diesem Link: Redaktion/DE/Downloads/B/bekanntmachung-foerderung-unternehmerischen-know-hows.pdf?__blob=publicationFile&v=4

 

 

Fachlicher Hinweis: Auswirkungen auf Unternehmensbewertungen

Das Institut der Wirtschaftsprüfer hat am 25. März 2020 eine Stellungnahme zur Entwicklung von Unternehmenswerten durch die Corona-Krise abgegeben. Nachfolgende Informationen vom IDW:   

"Es ist davon auszugehen, dass Unternehmen nach der Krise in vielen Fällen nicht mehr auf dieselbe Nachfrage nach Produkten und Dienstleitungen treffen werden und nicht mehr dieselben Beschaffungsketten haben werden wie vor der Krise. Der Fachliche Hinweis des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) stellt klar, dass ökonomische Entscheidungen regelmäßig auf der Grundlage von Werten getroffen werden, die mit sog. Zukunftserfolgswertverfahren ermittelt werden. Dabei ist Unsicherheit an zwei Stellen zu berücksichtigen. Zum einen in den Erwartungen künftiger finanzieller Überschüsse; zum anderen hierzu äquivalent in der Risikoprämie, die Investoren für die Übernahme der Unsicherheit fordern."

Nachfolgend weitere Informationen vom Fachausschuss FAUB des IDW:

https://www.idw.de/blob/122884/2316fb82457e82143445b8d0740a3e89/down-corona-faub-fachlicher-hinweis-data.pdf

 

 

 

Businessplanung 2020 / Krisenberatung 2020

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung eines Businessplans oder nehmen eine Plausibilisierung der Planung für die Beantragung von finanziellen Hilfen vor. Wir besprechen mit Ihnen die wirtschaftlichen Handlungsfelder zur Reduzierung von Kosten oder zur Veränderung Ihres aktuellen Geschäftskonzepts in der Coronakrise. 

 

 

 

 

Alles Gute und bleiben Sie gesund !!!

Ihr Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Schleswig-Holstein

R&N

Revision & Nachfolgeberatung 

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

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