R&N Beratung beim Unternehmensverkauf

Sie möchten Ihr Unternehmen in der nächsten Zeit verkaufen. Sie haben bereits einen Nachfolger oder sind auf der Suche nach einem Nachfolger. R&N aus Schleswig-Holstein unterstützt Sie als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater beim Unternehmensverkauf. Zu unserem Leistungsangebot

 

Nachfolgend haben wir den typischen Prozess des Unternehmensverkaufs dargestellt. 

 

 

1. Festlegung des Umfangs der Veräußerung

 

Während bei einem Einzelunternehmen regelmäßig das operative Unternehmen mit allen Vermögensgegenständen und Schulden verkauft wird, stellt sich bei Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften die Frage, ob das operative Unternehmen selbst (Asset Deal) oder lediglich die Gesellschaftsanteile an der Gesellschaft (Share Deal) verkauft werden soll.

 

Soll nur ein Teil des Unternehmens verkauft werden, können Kapitalerhöhungen, Aufspaltungen des Unternehmens, Einbringungen in eine weitere Gesellschaft mögliche Gestaltungsinstrumente sein.

 

Steuerlich ergeben sich sehr unterschiedliche Auswirkungen. Die steuerlichen Vorteile des Verkäufers, stellen meist steuerliche Nachteile beim Erwerber dar. Entsprechend ergeben sich auch unterschiedliche Kaufpreise in Abhängigkeit der Transaktionsart. Der Vorteil der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen (Share Deal) besteht für den Verkäufer insbesondere darin, dass eine nachträgliche Liquidation der Gesellschaft nicht erforderlich ist und sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden sowie Kundenbeziehungen, Verpflichtungen, Patente und Rechte leichter übertragen werden können. Werden nur Vermögensgegenstände und Schulden einzeln übertragen (Asset Deal) besteht die Gefahr, dass die Vertragspartner ein außerordentliches Kündigungsrecht begründen und der Erwerber Schwierigkeiten bei der Übernahme hat. Diese Schwierigkeiten werden bei der Kaufpreisbemessung des Erwerbers berücksichtigt. Der Verkauf im Rahmen eines Share Deals ist für den Verkäufer meistens vorteilhafter.

 

Vermögensgegenstände, die nicht mit veräußert werden sollen, sollten vor der Transaktion aus der Gesellschaft entnommen oder veräußert werden

 

2. Festlegung weitere Unternehmertätigkeit

 

Vor dem Unternehmensverkauf sollte der bisherige Eigentümer entscheiden, ob er für den Erwerber als Geschäftsführer, Berater oder in anderer Funktion für eine gewisse Zeit noch zur Verfügung steht. Der Verkauf führt zu einer Beendigung der Eigentumsrechte und -pflichten. Gleichwohl kann es für den Erwerber interessant sein, wenn der Verkäufer dem Unternehmen in einer Übergangszeit zur Verfügung steht.

 

Viele Unternehmensverkäufe sehen zunächst einen Teilverkauf vor, der bisherige Eigentümer bleibt noch eine Übergangszeit Gesellschafter. Steuerliche Gründe (Grunderwerbsteuer, Untergang von steuerlichen Verlusten) spielen dabei eine wesentliche Rolle. Insbesondere kapitalmarktorientiere Investoren suchen stets Geschäftsführer für die erworbene Unternehmung.

 

3. Bestimmung einer Kaufpreisindikation

 

Über einen Kaufpreisrahmen sollte sich der Verkäufer im Vorfeld intensiv Gedanken machen. Aufgrund der eigenen Markterfahrungen sind Kaufpreise ggf. bekannt, eventuell ist die Einholung einer Unternehmensbewertung durch einen Wirtschaftsprüfer sinnvoll. Diese ist insbesondere dann ratsam, wenn die Chancen und Risiken des Unternehmens und die nachhaltige Ertragskraft von einem fremden Dritten beurteilt werden soll. Die Bewertung und die Parameter können später mit dem Erwerber erörtert oder verhandelt werden.

 

4. Unternehmenspräsentation und Datenraum

 

Eine aussagefähige Unternehmenspräsentation mit den Eckdaten des Unternehmens ist unverzichtbar für den Transaktionsprozess. Der erste Eindruck ist auch bei der Unternehmenstransaktion sehr wichtig. Die Frage ist auch: Sollen gezielt einige wenige potenzielle Interessenten angesprochen werden oder soll ein Bieterverfahren durchgeführt werden?

 

Gleichzeitig ist ein Datenraum mit den wesentlichen Vertragsunterlagen und Geschäftspapieren vorzubereiten. Dieser Datenraum (Papierform, heute meist elektronische Form) ist für den potenziellen Erwerber die Bewertungsgrundlage. Je mehr Informationen der Datenraum enthält, je leichter ist es im Verlauf der Verhandlungen, Gewährleistungsverpflichtungen des Verkäufers zu reduzieren.

 

5. Steuerberater einbeziehen

 

Der Unternehmensverkauf ist kein Tagesgeschäft und bedarf stets einer fachlichen Unterstützung. Investmentberater (M&A Berater) haben sich auf Unternehmenstransaktionen spezialisiert. Rechtsanwälte beteiligen sich an der Ausgestaltung des Vertrages. Die steuerlichen Chancen und Risiken bei der Unternehmensveräußerung werden häufig unterschätzt. Bereits bei der Verkaufskonzeption sind Steuerberater und Wirtschaftsprüfer der wichtigste Partner. Nach der Transaktion haben der Rechtsanwalt und Unternehmensberater ihre Aufträge beendet. Der Steuerberater begleitet Sie weiter. Umso wichtiger ist es, dass Sie den Steuerberater frühzeitig und nachhaltig in den Verkaufsprozess einbeziehen. Unternehmensberater und Rechtsanwälte kennen meist die Grundlagen des Steuerrechts, aber kennen sie die individuellen steuerlichen Verhältnisse Ihres Unternehmens und Ihre persönlichen Verhältnisse nicht.

 

6. Vorbereitungsphase nutzen

 

Die Vorbereitung kostet Zeit und Geld. Gleichwohl reduziert eine gute Vorbereitung die Kosten und die Zeit für Verkaufsverhandlungen und den Verkaufsabschlussprozess erheblich. Außerdem können Fragestellungen vorab geklärt werden, die im Verkaufsprozess ein Scheitern verursachen können. 

 

7. Interessenlage des Erwerbers

 

Potenzielle Erwerber haben beim Unternehmenskauf sehr unterschiedliche Motivationen. Der Kaufpreis ist eine wesentliche Komponente, gleichwohl spielen Unternehmenspotenzial, Standortfragen, Know-how, Finanzierungsmöglichkeiten und steuerliche Optimierungen eine wichtige Rolle. Im Vorfeld sollte sich der Verkäufer mit den unterschiedlichen Verkaufsszenarien beschäftigen und eine Verkaufsstrategie für den Transaktionsprozess erarbeiten. Der Verkauf eines eigenen Unternehmens ist auch eine emotionale Angelegenheit. Der Erwerber ist jedoch sachlich und pragmatisch. Emotionale Werte erhöhen den Kaufpreis nicht.

 

 

R&N ist als Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Fachberater für Unternehmensnachfolge in Schleswig-Holstein auf das Thema Unternehmensverkauf spezialisiert. Wir begleiten eine Reihe von Unternehmern bei der Unternehmensnachfolge. Das kann in Form eines Unternehmensverkaufs sein, dass kann sich auch um eine Übertragung innerhalb des Familienkreises handeln. 

 

R&N

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