R&N - Kaufpreis steuerlich angemessen?

Das Kaufpreis bei einer Unternehmenstransaktion ergibt sich aus den Verhandlungen zwischen Verkäufer und Käufer. Dieser Preis ist der Verkehrswert des Unternehmens oder der Wert für die verkauften Gesellschaftsanteile.

 

Das Finanzamt hinterfragt zunehmend die Angemessenheit des Kaufpreises bei einem Unternehmensverkauf.

 

Folgende Transaktionen stehen im Fokus

 

 

  • Unternehmensverkauf innerhalb der Familie

  • Unternehmensverkauf zwischen nahestehenden Personen

  • Unternehmensverkauf zwischen Gesellschafter und Management

 

Die steuerliche Bewertung von Unternehmensanteilen bzw. eines Einzelunternehmens regelt das Bewertungsgesetz. Die Vorschriften wurden in den letzten Jahren immer wieder angepasst, sie geltend sowohl für die Erbschaftsteuer, Schenkungssteuer wie auch für die Einkommensteuer. Diese steuerliche Bewertung liegt in mehr als 70 % aller Fälle über dem Verkehrswert der Anteile, der zwischen fremden Dritten vereinbart wird. Die Finanzverwaltung geht vereinfacht gesprochen vom 9fachen EBIT als Wertansatz aus.

 

Gleichwohl unterstellt die Finanzverwaltung bei Unternehmensverkäufen innerhalb der Familie, zwischen nahestehenden Personen oder zwischen dem Management und dem Gesellschafter zunehmend, dass die Differenz zwischen dem steuerlichen Wertansatz lt. Bewertungsgesetz und dem Verkaufspreis lt Kaufvertrag eine Schenkung darstellt.

 

Um dieses Risiko deutlich zu reduzieren, hat der Steuerpflichtige das Recht nachzuweisen, dass die steuerliche Bewertung (vereinfachtes Ertragswertverfahren)  bei dieser Unternehmenstransaktion als Vergleichsmaßstab nicht sachgerecht ist.

 

Aufgrund unserer Expertise im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung erstellen wir für Ihr Unternehmen zur steuerlichen Abwehrberatung eine professionelle Unternehmensbewertung. Diese Unternehmensbewertung nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 1) kann als Alternative zum vereinfachten Ertragswertverfahren herangezogen werden und dieses Risiko deutlich reduzieren. Die Unternehmensbewertung muss aber vor der Transaktion erstellt werden.

 

Risiko Schenkungsteuer

 

Sollte bei einer Betriebsprüfung der vereinbarte Kaufpreis als zu niedrig angesehen werden, droht eine steuerliche Belastung mit Schenkungssteuer. Auch wenn für das Unternehmensvermögen im Erbschaftsteuergesetz (Schenkungssteuer) umfangreiche Freibeträge gewährt werden, kann es durchaus sein, dass diese Freibeträge nicht zur Anwendung kommen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass bei einer Übertragung nicht die Erbschaftsteuerklasse 1, sondern (z.B. Vater / Neffe) eine andere Steuerklasse zur Anwendung kommt. In diesen Fällen kann eine erhebliche Schenkungsteuerbelastung in Folge sein. Diese können Sie durch unsere betriebswirtschaftliche Unternehmensbewertung vermeiden.

 

 

Risiko Einkommensteuer

 

Sollte bei der Betriebsprüfung der vereinbarte Kaufpreis als zu niedrig angesehen werden, droht teilweise die Gefahr, dass der Kaufpreis nachträglich vom Finanzamt erhöht wird. Diese Verfahrensweise ist grundsätzlich nicht sachgerecht, weil keine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegt und durch den Verkauf keine Liquidität oder andere Vermögensgegenstände der Gesellschaft entzogen werden. Gleichwohl sind uns Fälle bekannt, in denen diese Variante in der Betriebsprüfung zur Anwendung kam.

 

Auch für die Fälle der Risikosvermeidung bei der Einkommensteuer, empfehlen wir die Anfertigung eines Unternehmensbewertungsgutachtens.

 

 

Sie haben weitere Fragen?

 

Gerne stehen wir Ihnen bei der Erstellung einer Unternehmensbewertung für steuerliche Zwecke zur Verfügung.

 

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

 

 

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